Also, warum? Dieser Screenshot wurde an einem Intranet-Server mit Debian Stable als Betriebssystem erstellt. Auf dem Rechner laufen neben einer PHP-Seite noch etliche Plone/Zope-Portale. Man sieht die Uptime von 197 Tagen. Übrigens, das Ausrufezeichen neben Anzahl der Tage ist ein Easteregg in htop.
Die 197 Tage für einen Server (zumindest in der *nix-Welt, hehe) sind ja sicherlich mickrig, keine Frage. Aber dieser Rechner dient auch noch als meine (fast) alltägliche Workstation, auf der X-Applikationen wie Firefox, Thunderbird, Newsreader Pan, Eclipse und anderes kleineres Zeug laufen. Sogar die Verwendung propriäterer Software wie Skype war kein Hindernis für das Uptime. Alles funktionerte einwandfrei auch nach regelmäßigen Upgrades ohne Neustart des Systems. Ich weiß, so sollte es auch bei allen Distribution theoretisch "by Design" sein. Allerdings ist es in der Praxis nicht immer der Fall.
Sicherlich, kriegt man auch mit anderen Distributionen sogar höheres Uptime hin. Aber ich wollte es unbedingt in Verbindung mit Debian erwähnen.
Auf allen meinen privaten Rechnern benutze ich zur Zeit aus einigen Gründen kein Debian. Aber zugegebenermaßen bereue ich es ab und zu (gaaaanz selten
).
Dass Debian die erste Wahl für einen Server ist, weiß eh jeder und bedarf keiner Diskussion, denke ich.
Aber auch auf den Workstations hat Debian Stable seine Berechtigung, sobald man von der Feature-Geilheit loslässt.
P.S.: Hey, die Windows- und Mac-Benutzer haben auch keinen Rolling-Release und müssen sich bis zum Release Monate und Jahre gedulden, bevor sie neue Features kriegen!