Eine neue Tastatur musste mal her, also bestellte ich beim Online-Shop e-bug.de.
Da man gewöhnt ist, über Web 2.0 ohne Probleme einzukaufen, bestellt man ohne Recherchieren nach Erfahrungsberichten wild los. Und siehe da, aus einer langweiligen 08/15-Bestellung wird durch eine Prise Pech ein rosiges Abenteuer!
Protokoll
30.07.2010:
- Bestellung Online über Web-Seite getätigt und am selben Tag Geld überwiesen. Beide Artikel zum Bestellzeitpunkt als sofort lieferbar angegeben.
- Web-Seite zeigt im Kundenmenü an, dass Bestellung in Bearbeitung ist
- Bestätigungsmail bekommen
03.08.2010:
- Web-Seite zeigt im Kundenmenü an "Zahlungseingang erfolgt. Diese Bestellung wurde per dpm_dpm_moneyorder versendet!"
10.08.2010:
Anfrage bzgl. Bearbeitungsstand der Bestellung über LiveZilla. e-bug-Support-1 antwortet, dass die Ware heute in den Versand gehen soll. Meine explizite Nachfrage, ob die Ware also _bei mir_ am nächsten oder übernächsten Tag voraussichtlich eintrifft, beantwortet der Mitarbeiter mit einem "ja".
(Bemerkung: zu diesem Zeitpunkt ist die Tastatur immer noch als "sofort lieferbar" angegeben.)
12.08.2010:
Erneute Anfrage bzgl. Bearbeitungsstand der Bestellung über LiveZilla. e-bug-Support-2 antwortet, es sei keine Zahlung im System hinterlegt. Als ich ihn darauf aufmerksam mache, dass im Kundenmenü Zahlungseingang als 03.08 angegeben ist und e-bug-Support-1 mir den Versand bereits am 10.08 versprochen hatte, möchte er "noch einmal eben nachschauen". Eine Minute später schreibt er, die Ware sei wirklich am 10.08 versandt worden, aber (festhalten) "von unserem Hauptlager zu uns und wir werden dieses voraussichtlich morgen erhalten und ihnen dann zukommen lassen". (er konnte ja nicht wissen, dass ich den e-bug-Support-1 explizit nach dem Versandziel fragte)
17.08.2010:
Noch eine Anfrage bzgl. Bearbeitungsstand, wieder LiveZilla. e-bug-Support-3 antwortet "Leider war die Tastatur zwischenzeitlich abverkauft, neue Ware kommt am Mittwoch rein".
26.08.2010:
Immer noch keine Ware erhalten. Ich verschicke einen Rücktritt von der Bestellung/Kaufvertrag als Brief per Einschreiben mit Rückschein und der Aufforderung mein Geld bis spätestens 08.09.2010 an mich zu zurückzuüberweisen.
Anfang September
kommt der Rückschein zurück, mit Briefempfangsnachweis am 31.08.2010.
08.09.2010:
Kann immer noch kein Geldeingang von e-bug auf meinem Konto verzeichnen.
Fazit: Stunden verlorener Zeit durch die Schreibarbeit an Support, und das auch noch auf der alten Tastatur.
Ich grübele gerade vor sich hin, ob es ein Mahnbescheid tut, oder doch zum Anwalt gehen.
Update 04.10.2010:
Am 22.09.2010 habe ich mich entschieden noch eine letzte Rückzahlungsfrist per Mail zu setzen. Binnen einiger Minuten kam eine Mail von e-bug an, ich soll die Forderung über die speziell von e-bug eingerichtete (SSL-gesicherte) Seite oder "klassisch per Brief" (hatte ich bereits eigentlich) abwickeln. Nach dem Befolgen des Ratschlags und einer weiteren Woche kam das Geld auf meinem Konto an.
Fakt ist dennoch, ich musste knapp zwei Monate auf mein Geld verzichten und für die Erstattung selbst Zeit investieren. Ach, die Kosten für den Brief per Einschreiben mit Rückschein kommen zusätzlich hinzu...