Eigentlich wäre das Betrugsverfahren gar nicht wert es zu beschreiben, wenn es nicht in die Kategorie Hardware Hacking fallen würde.
An dieser Stelle möchte ich explizit darauf hinweisen, dass ich nicht zum Nachahmen animieren möchte, sondern lediglich einen Trick beschreibe, auf den ein Verwandter von mir fast reingefallen ist.
Zielopfer: privater Diesel-Autoverkäufer (A)
Betrüger: mindestens zwei Personen (B1 und B2)
Umgebung: frostige Temperatur
• Bs einigen sich auf den vorgeschlagenen Preis
• B1 setzt sich ans Steuer um den Motor anzulassen und betätigt den Hebel zum Öffnen der Motorhaube
• B2 öffnet die Motorhaube und schraubt den Öldeckel am Motor ab (um dort "prüfend" reinzuschauen)
• B1 dreht den Zündschlüssel ohne abzuwarten bis Zündungsspirale warm ist. Dabei startet der Motor dementsprechend lange und kurz bevor er nun starten soll, lässt B1 die Zündung wieder los (dabei guckt B1 noch ganz fragend). Dies wird 2-3 mal gemacht, bevor man den Motor starten lässt.
• sobald der Motor (schwer) startet drückt B1 stark auf das Gaspedal.
Ergebnis: durch das "Leiern" und Ansaugen der Luft kommt aus dem Auspuff eine schwarze Flüssigkeit rausgeschossen und die Bs reden einem ein, dass es Motorschaden gibt und bieten die Hälfte des abgemachten Preises an. Jemand der technisch weniger versiert oder älter ist, steht erstmal unter Schock und ist froh das Auto mal überhaupt loszuwerden. Wenn dabei noch die Bs sehr gut spielen, hat ein Opfer wenig Chancen.
Mich hat die Story ziemlich sprachlos gemacht. Ich denke, auf solche Tricks (wahrscheinlich gibt es mehrere dieser Art), sollte man als Privatverkäufer gut vorbereitet sein.